Fuchsschwanz ist nicht gleich Fuchsschwanz

FUCHSSCHWANZ – Für die einen eine Trophäe, ein Talisman, eine nostalgische Erinnerung an wilde Mofa- und Opel Manta Zeiten – Für die anderen fast ein Schimpfwort, ein nervenzehrender Rebell, ein immer wiederkehrender ackerbaulicher Albtraum. Kaum ein anderes Unkraut oder Ungras gefährdet die Getreideproduktion auf unseren Hochertragsstandorten in so hohem Maße.

Doch Vorsicht! Fuchsschwanz ist nicht gleich Fuchsschwanz!

AckerfuchsschwanzMan unterscheidet Fuchsschwanzgewächse und Fuchsschwanzgräser. Der in Landwirtskreisen berühmt und berüchtigte Ackerfuchsschwanz gehört selbstverständlich zu den Fuchsschwanzgräsern. Er stellt Getreideproduzenten besonders auf schweren ton- und lehmhaltigen Böden durch seine zunehmende Verbreitung und Resistenzentwicklung vor große Herausforderungen und wird auch schon als „SUPERWEED“ bezeichnet. Die andere Gruppe, die der Fuchsschwanzgewächse hingegen, steht mit vielen Arten auf der anderen Seite der Macht. Zu ihr zählen Nahrungs- und Futtermittel wie Spinat und Rüben, und ebenfalls Vertreter der Superlative, die sogenannten „SUPERFOODS“ wie Amaranthus-Arten und Quinoa.

Namensgebend ist bei beiden Gruppen die optisch einem Fuchsschwanz ähnelnde Rispe. Diese Ähnlichkeit ist bereits den Menschen in der Antike aufgefallen. Ihnen verdanken die Fuchsschwanzgräser ihren lateinischen Namen Alopecurus, was sich aus den griechischen Wörtern alopex = Fuchs und oura = Schwanz zusammensetzt.

Doch obwohl die Menschen es schon seit so vielen Jahren kennen, zu solch großer und zugleich trauriger Berühmtheit hat es das Süßgras wohl erst seit wenigen Jahrzehnten und in Verbindung mit der industriellen Landwirtschaft gebracht. Der vermehrte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unter Vernachlässigung anderer ackerbaulicher Maßnahmen, wie Fruchtfolge und Ackerhygiene, öffneten dem anpassungsfähigen und bereits mehrfach-resistenten Ungras die Tore für eine rasante Verbreitung auf unseren Ackerflächen.

Amaranth und Quinoa

Auch Amaranth und Quinoa sind keine wirkliche Neuheit auf dem humanen Speisezettel und keine Entdeckung hipper Trendköche aus der Großstadt. Beheimatet in Südamerika, sind diese eiweißreichen Körner schon seit vielen tausend Jahren die Hauptenergielieferanten der Anden-Völker.

Während das Superweed Ackerfuchsschwanz dem Landwirt also immer höhere Produktionskosten beschert und den Deckungsbeitrag des Getreideanbaus erheblich senkt, ergeben sich aus den immer neuen Trends der Superfoods ungeahnte Einnahmemöglichkeiten für Landwirte in den geeigneten Anbauregionen.

So gibt es auch in Deutschland – u.a. in NRW – einige wenige Quinoa-Produzenten, die neben dem Wunsch nach gesunder Ernährung auch den nach Regionalität von Nahrungsmitteln erfüllen, was bei Superfoods bei weitem nicht selbstverständlich ist.

Beide „SUPERFUCHSSCHWÄNZE“ sorgen so für maßgebliche Veränderungen – von den Produktionsprozessen bis hin zum Landschaftsbild. Denn Landwirtschaft war, ist und bleibt eine sich ständig an ökölogische und ökonomische Gegebenheiten anpassende Branche und fordert von allen Akteuren das Können und die Bereitschaft genau dies immer wieder aufs Neue zu tun.

 

Unsere Produkte mit Wirksamkeit gegen Ackerfuchsschwanz:

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